MSW-Presseinfo vom 21.09.2016 – Ministerin Löhrmann: Erfolgreiche Inklusion braucht Austausch und Vernetzung / Erster Kongress „Gemeinsames Lernen in der Sekundarstufe I“

Presseinformation – 722/9/2016                                                   Düsseldorf, 21. September 2016

Ministerin Löhrmann: Erfolgreiche Inklusion braucht Austausch und Vernetzung

Erster Kongress „Gemeinsames Lernen in der Sekundarstufe I“

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Zur Eröffnung des Kongresses „Gemeinsames Lernen in der Sekundarstufe I“ in Wuppertal betonte Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Das Gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf wird in Nordrhein-Westfalen immer mehr zum Regelfall. Für eine erfolgreiche Umsetzung brauchen wir Austausch und Vernetzung.“

Der Kongress fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Er richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer aus dem Gemeinsamen Lernen aller Schulformen der Sekundarstufe I. Neben der Präsentation von Beispielen gelungener inklusiver Schulentwicklung wurden insgesamt zwanzig Foren angeboten, in denen es unter anderem um die Umsetzung des Gemeinsamen Lernens in bestimmten Unterrichtsfächern, um Aspekte der Schulentwicklung sowie um die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit bestimmten Förderschwerpunkten ging.

Ministerin Löhrmann dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr großes Engagement: „Wir stehen vor vielen Herausforderungen. Der Landesregierung geht es beim Ausbau des inklusiven Schulangebots nicht um Quoten und Zahlen, sondern wir folgen dem Wunsch der Eltern, die einen Anspruch auf Gemeinsames Lernen ihrer Kinder haben.“

Nach dem Ersten Gesetz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention soll Eltern von Kindern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung bei der Schulwahl immer auch ein Platz in einer allgemeinen Schule angeboten werden.

Im Zuge des beschlossenen Nachtragshaushalts 2016 und des Haushaltsentwurfs 2017 plant die Landesregierung insgesamt 900 zusätzliche Stellen für die erfolgreiche Inklusion im Rahmen des Gemeinsamen Lernens.

Weitere Informationen zur schulischen Inklusion finden Sie unter:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Inklusion/index.html

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Telefon 0211 5867-3505.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw

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MSW-Presseinfo vom 19.09.2016 – In NRW startet als erstem Bundesland die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ – Löhrmann und Rörig: Kinder und Jugendliche noch besser schützen

In NRW startet als erstem Bundesland die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ – Löhrmann und Rörig: Kinder und Jugendliche noch besser schützen

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs teilen mit:

Düsseldorf, 19. September 2016. Schulministerin Sylvia Löhrmann und Johannes-Wilhelm Rörig, der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, haben die neue bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in Nordrhein-Westfalen gestartet. Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das sich an der Initiative beteiligt. Weitere Bundesländer sollen bis Ende 2018 folgen. Ziel ist es, die Schulen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, fachlich zu unterstützen und zu ermutigen, eigene Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln. Dies soll dazu beitragen, die Unsicherheit von Schulleitungen, Lehrkräften und anderen schulischen Beschäftigten beim Umgang mit dem Thema sexuelle Gewalt abzubauen.

„Nur über die Schulen erreichen wir alle Kinder und Jugendlichen“, erklärte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann. „Mit der Initiative wollen wir präventiv handeln, aber auch diejenigen Kinder und Jugendlichen besser unterstützen, die bereits Opfer von sexueller Gewalt geworden sind. Wir wollen, dass Lehrerinnen und Lehrer sowie Fachkräfte kompetent reagieren können. Klar ist, dass die Lehrkräfte keine Therapeuten sind, sie müssen aber wissen, was im Verdachtsfall zu tun ist.“

„Ich gehe davon aus, dass in jeder Schulklasse mindestens ein bis zwei Mädchen und Jungen von sexueller Gewalt betroffen sind“, so der Missbrauchsbeauftragte Johannes-Wilhelm Rörig. Für sie ist es wichtig, dass ihre Signale frühzeitig wahrgenommen werden und sie schnell Hilfe erhalten. Die Schulen haben neben dem Bildungsauftrag auch einen Kinderschutzauftrag. Mit unserer Initiative wollen wir die Schulen bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen.“ Die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ wird nicht nur von allen Ländern, sondern auch von den Lehrerverbänden, Gewerkschaften, den Freien Schulträgern, dem Bundeselternrat und dem Betroffenenrat, Fachgremium  beim Unabhängigen Beauftragten, unterstützt.

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Ministerin Löhrmann: Hohe Zufriedenheit der Eltern mit dem Ganztag ist Ermutigung und Ansporn

Düsseldorf, 19. September 2016

Ministerin Löhrmann: Hohe Zufriedenheit der Eltern mit dem Ganztag ist Ermutigung und Ansporn

Bertelsmann-Studie „Wie Eltern den Ganztag sehen: Erwartungen, Erfahrungen, Wünsche“

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Anlässlich der Veröffentlichung der Bertelsmann-Studie „Wie Eltern den Ganztag sehen: Erwartungen, Erfahrungen, Wünsche“ betonte Schulministerin Sylvia Löhrmann in Düsseldorf: „Die aktuelle Studie zeichnet ein ermutigendes Bild der Zufriedenheit der Eltern mit den Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen. Wir werden den bedarfsgerechten Ganztagsausbau in allen Schulformen im Sinne von mehr Bildungsgerechtigkeit für alle fortsetzen. Maßgeblich ist dabei der Wunsch der Eltern und der Akteure vor Ort. Eltern sind wichtige Partner im Ganztag. In vielen Schulen gibt es gute Beispiele für gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaften. Diese aktive Partizipation wollen wir weiter voranbringen.“

Die Bertelsmann-Studie zeigt, dass ein Großteil der Eltern mit den Ganztagsangeboten sehr zufrieden ist. Der zeitliche Ablauf des Schultages, die technisch-räumliche Ausstattung, aber auch der soziale Zusammenhalt und die Gestaltung individueller Lernzeiten in den Ganztagsschulen werden von den Eltern positiv eingeschätzt. Gleichwohl identifiziert die Studie im Bereich der individuellen Förderung noch Verbesserungspotenzial.

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Ganztag Bertelsmann Studie – Mitteilung LEK

Liebe Elternvertreter,

die heute veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung Gütersloh macht uns deutlich, dass wir in die richtige Richtung gehen; G8 mit Ganztagsunterricht – idealerweise gebundener. Darüber hinaus Ganztag in allen Schulformen, flächendeckend.

Was spricht dafür? Nach unserem Dafürhalten, dass, wie es Jörg Dräger von der Bertelsmann Stiftung formuliert, die Ganztagsschule „der beste Rahmen für die individuelle Förderung der Schüler “ ist.

Aus der Studie lässt sich ablesen, dass den Ganztagsschulen gerade von ihren stärksten Kritikern, uns Eltern, ein wesentlich besseres Zeugnis ausgestellt wird als den „normalen“ oder wie es in der Studie heißt – Halbtagsschulen.

Die Ganztagsschulen Punkten auf der ganzen Linie – angefangen von der räumlichen Ausstattung, personeller Ausstattung über individuelle Fördermöglichkeiten und außerunterrichtlichen Angeboten bis hin zur Mittagsversorgung und höhere Sozialisierung unserer Kinder.

Darüber hinaus wird deutlich, so die Studie, dass der überwiegende Teil der Schüler ohnehin de facto einem ganztägigen Lernen nachgeht, sei es durch Pflichtstunden am Nachmittag oder aber Nachhilfe und andere Ergänzungen individueller Art.

Dabei kommen den Eltern mit ihren Zeitfenstern, besonders den berufstätigen – aber nicht nur – die Rhythmisierung und der Zeitrahmen des Ganztages sehr entgegen.

Letztendlich bleibt durch den Wegfall der Hausaufgaben jetzt mehr Zeit für echtes Familienleben, für Hobbys und Freunde.

Schließlich und endlich werden unsere Kinder durch den Ganztag, besonders jedoch durch den gebundenen in den weiterführenden Schulen, konkurrenzfähiger im internationalen Vergleich, wo ganztägiges Lernen gang und gäbe ist.

Die Qualität des Ganztags muss in allen Landesteilen vergleichbar sein und darf nicht abhängig von der Kassenlage vor Ort sein. Auch die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit von Schule, außerschulischen Trägern, Partnern und Kommunen muss weiter ausgebaut und seitens des Landes unterstützt werden.

Aus diesem Grund setzt sich die LEK-NRW für den Ausbau des Ganztages in NRW ein, damit für bessere Chancengleichheit für alle Schüler.

Mit freundlichen Grüßen
Landeselternkonferenz NRW

Holleweg 30 – 42653 Solingen

Homepage:  www.lek-nrw.de
Email:  vorstand@lek-nrw-de

Tel.   0211 5423981559
Fax   0211 5423981529

st-ib_studie_wie_eltern_den_ganztag_sehen

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Podiumsdiskussion zum Thema „Schulische Elternarbeit als wichtiges Thema in der Praxis sowie der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften“

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich für den 22. Bochumer Dialog zur Lehrerbildung ein,
am 14.09.2016, von 16.00 bis 18.00 Uhr, im BlueSqare (Kortumstr. 90, 44787 Bochum).

Podiumsdiskussion zum Thema

„Schulische Elternarbeit als wichtiges Thema in der Praxis sowie der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften“

Inwiefern zahlt sich schulische Elternarbeit für alle Beteiligten aus? Welche Vorbehalte, Unsicherheiten oder Kritikpunkte können auf Seiten von Lehrkräften und Eltern bestehen? Wie können diese durch Aus- und Fortbildungsangebote gezielt abgebaut werden? Diese und andere Fragen werden bei der Veranstaltung vorgetragen und diskutiert.

Moderation:
Prof. Dr. Gabriele Bellenberg [Leitungsmitglied der PSE]

Gastvortrag:
Prof. Dr. Elke Wild [Universität Bielefeld, Pädagogische Psychologie]

Weitere Podiumsteilnehmer:
Dr. Hans-Joachim Czoske [Schulleiter an Deutschen Schulen im Ausland (Quito, Sao Paulo, Budapest) sowie am Goethe-Gymnasium in Ibbenbüren]
Rainer Hering [Elternvertreter und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Bochumer Schulpflegschaften]

Programm und Anmeldung: http://www.pse.rub.de/sites/forschung/bodi.php

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Professional School of Education
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Professional School of Education
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