Kölner Stadtschulpflegschaft übermittelt dem Schulministerium einen umfangreichen Fragenkatalog zum GTR / CAS Taschenrechner-Erlass.

Vielerorts hat der Erlass des Schulministeriums zum “Gebrauch von graphikfähigen Taschenrechnern im Mathematikunterricht” zu einigem Unmut geführt. Nicht nur da GTR, CAS und Co in der Anschaffung nicht günstig sind – sie scheinen auch keine zukunftsweisende Investition zu sein – sie dürfen nämlich über die Schulzeit hinaus weder in Ausbildung noch an Hochschulen genutzt werden. Und Baden-Württemberg schafft übrigens ab, was in NRW eingeführt werden soll.

Die Bedienung dieser Geräte ist schwer zu vermitteln und ob sie Inklusionsanforderung erfüllen, ist zweifelhaft. Nicht wenige fragen sich, warum fast 15 Jahre alte Systeme, als geeignet angesehen werden, Jugendliche an die Neuen Medien heranzuführen.

Unbezweifelt können GTR / CAS eine didaktisch sinnvolle Ergänzung sein, aber hierfür gibt es bereits frei verfügbare Alternativen, die auf Computer, Laptops, Tablets oder Smartphones laufen – Systeme, die bereits von den Eltern angeschafft wurden. Über derartiges wurde im Vorfeld mit den Verantwortlichen aus Arbeitgeber- und Lehrer- und Elternverbänden wohl nicht ausführlich gesprochen, denn sonst gäbe es nicht eine derart große Übereinstimmung in der Kritik über diesem Erlass.

Daher legte jetzt die Stadtschulpflegschaft Köln dem Ministerium 7 Fragenkomplexe zur Beantwortung vor. Und fordert alle Akteure aus Bildung, Wirtschaft und Politik dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass das Ministerium den Medieneinsatz zur Qualitätsverbesserung des Lehrens und Lernens zukunftsorientiert umsetzt. Dies eingebunden in eine Strategie, die NRW vom Kellerplatz in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften schnellstens herausholt.

Für Fragen steht Ihnen hierzu gerne Reinhold Goss zur Verfügung: Mobil 0176.29836912 oder via Mail goss@privat.onefile.de

Mit freundlichen Grüßen Anlage

Ihre Stadtschulpflegschaft Köln

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