Ministerin Löhrmann: Mädchen und Jungen gleichermaßen und frühzeitig an Informatik heranführen – Eröffnung einer Ausstellung über Frauen in der Computergeschichte in Paderborn

Presseinformation – 618/9/2015                             Düsseldorf, 1. September 2015

Sperrfrist: Dienstag, 1. September 2015, 18.30 Uhr

Ministerin Löhrmann: Mädchen und Jungen gleichermaßen und frühzeitig an Informatik heranführen

Eröffnung einer Ausstellung über Frauen in der Computer­geschichte in Paderborn

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat Schülerinnen ermutigt, die Welt der Naturwissenschaften für sich zu entdecken. Gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka eröffnete sie die Ausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“ im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn und erklärte: „Die MINT-Fächer bieten spannende Einblicke in das, was unsere Welt im Innersten zusammenhält. Das ist für Jungen und für Mädchen interessant. Das Beispiel der Computerpionierin Ada Lovelace zeigt, dass Frauen maßgeblich dazu beigetragen haben, die Informationstechnik voranzubringen – und das in einer Zeit, in der die Forschung auf diesem Gebiet eine Männerdomäne war.“

Ministerin Sylvia Löhrmann betonte, dass Kompetenzen aus dem Bereich der Computertechnologien in fast allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft immer gefragter werden. „Deshalb wollen wir Mädchen und Jungen gleichermaßen und frühzeitig an das Thema Informatik heranführen“, erklärte die Ministerin. Seit Beginn des Schuljahres 2015/16 entwickeln und erproben fünf Grundschulen in Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines Pilotprojekts Informatikmodule für den Grundschulunterricht. „Das Projekt soll Aufschluss darüber geben, ob und wenn ja wie der Lehrplan Sachunterricht mittelfristig erweitert werden kann.“ Das Pilotprojekt „Informatik an Grundschulen“ wird in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn, der Bergischen Universität Wuppertal und der RWTH Aachen durchgeführt.

Die Ministerin wies darauf hin, dass die Ausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“ einen kleinen, aber nicht unwichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses leisten könne, indem sie klassische Rollenmuster aufbreche: „In Wirtschaft und Forschung brauchen wir Menschen, die etwas von Informatik und Technik verstehen, die ihr Fach so souverän beherrschen, dass sie auch neue Wege denken und gehen können. Die Ausstellung rückt Leben und Werk erfolgreicher Naturwissenschaftlerinnen in den Mittelpunkt. Sie können Vorbilder sein und Schülerinnen ermutigen, ihren Fähigkeiten zu vertrauen.“

Die Ausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte” ist vom 2. September 2015 bis 10. Juli 2016 im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn zu sehen. „Ich wünsche der Ausstellung viele Besucherinnen und Besucher“, so Ministerin Löhrmann. Weitere Informationen unter: www.hnf.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Telefon 0211 5867-3505.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw

 

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Ministerin Löhrmann: Einschulungsalter mit sechs Jahren aus pädagogischer Sicht uneingeschränkt positiv / Bericht zum 5. Schulrechtsänderungsgesetz – Einschulungsstichtag 30. September hat sich bewährt

Presseinformation – 595/8/2015                                                           Düsseldorf, 25. August 2015

Ministerin Löhrmann: Einschulungsalter mit sechs Jahren aus pädagogischer Sicht
uneingeschränkt positiv

Bericht zum 5. Schulrechtsänderungsgesetz – Einschulungsstichtag 30. September hat sich bewährt

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Vor acht Jahren beschloss der nordrhein-westfälische Landtag, das Einschulungsalter vorzuziehen. Bis dahin galt, dass Kinder, die bis zum 30. Juni sechs Jahre alt wurden, schulpflichtig sind. Dieser Stichtag sollte ab 2006 über acht Jahre hinweg in Monatsschritten auf den 31. Dezember verlegt werden, um zu einer Einschulung mit fünf Jahren zu kommen. Mit dem 5. Schulrechtsänderungsgesetz wurde dies 2011 korrigiert, um wieder zu einer Einschulung mit in der Regel sechs Jahren zu kommen. Deshalb wurde der Stichtag für die Einschulung auf den 30. September eingefroren. Für Schulministerin Sylvia Löhrmann hat sich diese Regelung bewährt. „Die pädagogische Bilanz fällt uneingeschränkt positiv aus“, sagte Löhrmann aus Anlass eines Berichtes an den Landtag über die Auswirkungen der Schulgesetzänderung. „Zum einen können immer noch Kinder, die erst nach dem 30. September sechs Jahre alt werden, als sogenannte ‚Kann-Kinder‘ vorzeitig eingeschult werden, darüber hinaus sind Zurückstellungen aus gesundheitlichen Gründen erlaubt.“

Die Anfang der 2000er Jahre bei der Vorziehung des Einschulungsalters vertretene Sichtweise, dass die möglichst frühe Einschulung sehr viel mehr individuelle Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder zulasse, bezeichnete Löhrmann im Rückblick als zu optimistisch. „Vielmehr war der bis zum 31. Dezember verlegte Stichtag dem Zeitgeist geschuldet“, so die Ministerin. Der aktuelle Ländervergleich zeigt, dass inzwischen nur noch in Berlin der Stichtag 31. Dezember gilt. In den anderen Ländern sind es der 30. Juni, der 31. Juli, der 31. August oder – wie in Nordrhein-Westfalen – der 30. September.

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„Lernpotenziale“ stärkt individuelle Förderung – Gymnasien entwickeln erfolgreiche Konzepte

Presseinformation                                                                                Düsseldorf, 21. August 2015

„Lernpotenziale“ stärkt individuelle Förderung – Gymnasien entwickeln erfolgreiche Konzepte

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Sylvia Löhrmann und Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, waren bei ihrem gemeinsamen Besuch des Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn beeindruckt von der Vielfalt der schuleigenen Konzepte zur individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

Das Julius-Stursberg-Gymnasium verfolgt im Rahmen des Projekts „Lernpotenziale. Individuell fördern im Gymnasium“ das Ziel, alle Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Biografien, Interessen und Begabungen zu fördern und sie beim selbstständigen Lernen zu begleiten.

Ministerin Löhrmann: „Individuelle Förderung muss bei den Stärken der Schülerinnen und Schüler ansetzen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lernbiografien gerecht zu werden, sind individualisierte Wege zur Entdeckung und Entwicklung der Potenziale aller Schülerinnen und Schüler erforderlich. Ich freue mich zu sehen, wie gut es dem Julius-Stursberg-Gymnasium gelingt, den Anspruch der individuellen Förderung erfolgreich in die Praxis umzusetzen.“

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Bertelsmann-Studie „Wie Eltern Inklusion sehen“

Presseinformation – 489/7/2015                                                             Düsseldorf, 1. Juli 2015

Bertelsmann-Studie „Wie Eltern Inklusion sehen“

Ministerin Löhrmann: Gute Noten für inklusive Schulen sind Rückenwind für gemeinsames Lernen

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hat Infratest dimap Eltern nach ihren konkreten Erfahrungen mit Inklusion befragt. Zu den Ergebnissen der Untersuchung erklärt NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Die Studie ist Ermutigung und Rückenwind für die Inklusion. Die Ergebnisse zeigen, dass die konkrete Erfahrung Vertrauen schafft. Wer Inklusion im konkreten Schulalltag erlebt, geht gelassener damit um und bewertet die Arbeit der Schulen in allen Bereichen positiver. An inklusiv arbeitenden Schulen wird die individuelle Förderung besonders positiv bewertet. Erfreulich ist, dass dies für alle Eltern gilt, unabhängig davon, ob ihr Kind einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung hat oder nicht. Nachdrücklich unterstützen möchte ich das Lob der Arbeit unserer Lehrerinnen und Lehrer: Ihnen wird mit der Studie unter anderem hohe Kompetenz und großes Engagement bescheinigt. Dies erlebe ich auch bei meinen Schulbesuchen vor Ort.“

In Nordrhein-Westfalen besucht mittlerweile jedes dritte Kind mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung eine allgemeine Schule. Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 gilt der Rechtsanspruch auf den Besuch einer allgemeinen Schule. Ministerin Löhrmann: „Wir gehen bei der Umsetzung der Inklusion in NRW schrittweise vor. Der Anstieg des gemeinsamen Lernens vollzieht sich in maßwollen Schritten, und das Tempo folgt dem Elternwillen. Diese Weg werden wir weiter fortsetzen und die Schulen begleiten und unterstützen.“

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Landesregierung ergreift Initiative zur wirksameren Integrationshilfe für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen / Bundesratsinitiative zur schulischen Inklusion

Presseinformation – 477/6/2015                                                             Düsseldorf, 27. Juni 2015

Landesregierung ergreift Initiative zur wirksameren Integrationshilfe für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen

Bundesratsinitiative zur schulischen Inklusion

Die Landesregierung teilt mit:

Nordrhein-Westfalen setzt sich für die wirksame Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen ein. Die Landes­regierung hat jetzt eine Bundesratsinitiative beschlossen, um den Einsatz von Integrationshelfern bedarfsgerecht, flexibler und rechtssicher zu gestalten. Mit dem sogenannten Poolen sollen die Leistungen von Integrationshelfern zukünftig gebündelt werden können. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, dass ein Integrationshelfer mehr als eine Schülerin oder einen Schüler mit Behinderung während des Schulbesuchs begleiten und unterstützen kann. Das Land Nordrhein-Westfalen wird deshalb über den Bundesrat die Bundesregierung auffordern, bei der Erarbeitung des Bundesteilhabegesetzes die Vorschriften im Bereich Integrationshilfe entsprechend weiterzuentwickeln.

Sozialminister Guntram Schneider hob die besondere Bedeutung von Integrationshelfern für die schulische Inklusion hervor: „Integrationshelfer sind für Kinder und Jugendliche unverzichtbar, die aufgrund einer Behinderung auf fremde Hilfe angewiesen sind, um am Unterricht teilzunehmen. Deshalb brauchen wir ein modernes Bundesteilhabegesetz, das sich weiterhin am individuellen Bedarf der Schülerinnen und Schüler orientiert, gleichzeitig aber auch flexible Lösungen für die Inanspruchnahme der Integrationshilfe ermöglicht.“

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