Bundeselternrat: PM „Schulwahl-Berufsorientierung – Beruf“ und Resolution „Übergänge im Bildungssystem und Partizipation der Eltern“

Schulwahl – Berufsorientierung – Beruf

Anlässlich seiner 3. Fachtagung vom 25.09. – 27.09.2015 hat sich der Bundeselternrat mit seinen Ausschüssen Grundschule und frühkindliche Bildung, Hauptschule und Berufsbildende Schulen mit dem hochaktuellen Thema „Übergänge im Bildungssystem und Partizipation der Eltern“ beschäftigt. In den Fachvorträgen zur Berufs- und Schulwahl, zu den Übergängen in den Sekundarbereich II und der hohen Quote an Bildungsabbrüchen wurde sehr schnell deutlich, dass bei der pädagogischen Gestaltung aller Übergänge im Schulsystem noch ein erheblicher Handlungsbedarf besteht. So liegt allein die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss im Bundesdurchschnitt bei 5,5 %, in einigen Bundesländern sogar über 10 %. In der Berufs- und Hochschulausbildung liegt die Quote der abgebrochenen Bildungsgänge bei 30%. Auch wenn diese Zahlen in ihrer absoluten Größe keinen ausreichenden Indikator für die Qualität der Schul- und Berufswahl darstellen, zeigen sie ein deutliches Problem: Zu viele Schülerinnen und Schüler scheitern in und nach der Schule an den Übergängen! Der Vorsitzende des Bundeselternrates, Michael Töpler mahnt hierzu an: „Aus der Sicht jedes betroffenen Jugendlichen, sowie aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive, ist dieser Zustand nicht hinnehmbar!“

Der Bundeselternrat fordert schon seit längerem die umfangreiche Weiterentwicklung schulunterstützender Systeme. Neben einem Bundesprogramm für Schulsozialarbeit und einem modernen Bundesteilhabegesetz wurde in dieser Tagung sehr deutlich, dass vor Allem im Bereich der Schulpsychologie Deutschland im europäischen Vergleich den Anschluss verloren hat. So ist  in den europäischen Nachbarländern ein Schulpsychologe für ca. 1000 bis 2000 Schülerinnen und Schüler zuständig. In der Bundesrepublik betreut ein Schulpsychologe je nach Bundesland  5.000 bis weit über 10.000 Schülerinnen und Schüler. Ein Zustand, der mit Blick auf die aktuelle Quote der Schuldistanz und den damit verbundenen Bildungsabbrüchen nicht zu verantworten ist!

Read more »

Ministerin Löhrmann: Multimediale Schulbücher bieten Chancen für moderne Unterrichtsgestaltung

Presseinformation – 728/10/2015                                                                      Düsseldorf, 2. Oktober 2015

Ministerin Löhrmann: Multimediale Schulbücher bieten Chancen für moderne Unterrichtsgestaltung

Geschichtsunterricht mit dem digitalen Schulbuch „mBook“

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat das Rivius Gymnasium im sauerländischen Attendorn besucht und sich die Arbeit mit dem multimedialen Schulbuch „mBook“ im Geschichtsunterricht einer sechsten Klasse angesehen. Das humanistische Gymnasium erprobt im Rahmen eines Modellprojekts die Möglichkeiten dieses digitalen Schulbuches im Unterricht. Schulministerin Löhrmann: „Digitale Medien liefern wichtige Impulse für die Gestaltung moderner Lehr- und Lernprozesse. Besonders im Hinblick auf individuelle Förderung und das Lernen in heterogenen Lerngruppen können sie einen bedeutenden Beitrag leisten. Ihr Einsatz sollte dabei aber immer als Teil eines pädagogischen Gesamtkonzeptes verstanden werden.“

Das „mBook“ ist ein multimediales, kompetenzorientiertes Schulbuch für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I an Gymnasien. Seine digital konzipierte Mehrebenen-Struktur erweitert die Möglichkeiten herkömmlicher Schulbücher, indem es weiterführende Lernmaterialien wie Videos, Animationen, Audios und interaktive Elemente zur Verfügung stellt. Diese können individuell auf die Bedürfnisse der Lernenden abgestimmt werden. Durch Notizen und Markierungen können Lehrkräfte ebenso wie Schülerinnen und Schüler ihr „mBook“ als persönliches Lehr- und Lernmittel gestalten.

Read more »

Qualitätsoffensive Lehrerbildung: Weitere fünf Universitäten aus NRW erhalten Fördermittel des Bundes – Acht NRW-Universitäten werden gefördert / NRW-Hochschulen auch in der zweiten Auswahlrunde sehr erfolgreich

Presseinformation – 702/9/2015                                                                                 Düsseldorf, 23. September 2015

Qualitätsoffensive Lehrerbildung: Weitere fünf Universitäten aus NRW erhalten Fördermittel des Bundes – Acht NRW-Universitäten werden gefördert

NRW-Hochschulen auch in der zweiten Auswahlrunde sehr erfolgreich

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilen mit:

Auch in der zweiten Bewilligungsrunde des bundesweiten Förderprogramms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ waren die NRW-Universitäten sehr erfolgreich. So wurden nun die Anträge der Universitäten Bielefeld, Dortmund, Duisburg-Essen, Münster und der Sporthochschule Köln vom bundesweiten Auswahlgremium unter der Leitung des Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Manfred Prenzel, als förderwürdig eingestuft. Damit wächst die Zahl der durch die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ geförderten NRW-Universitäten auf insgesamt acht an. Bereits im März dieses Jahres wurden in der ersten Bewilligungsrunde Förderentscheidungen zugunsten der RWTH Aachen, der Universität zu Köln und der Bergischen Universität Wuppertal getroffen. Schulministerin Sylvia Löhrmann und Wissenschaftsministerin Svenja Schulze freuen sich mit den Universitäten und gratulieren ihnen zu ihrem Erfolg.

Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte: „Das Erlernen des Umgangs mit Heterogenität ist das Herzstück einer modernen Lehrerausbildung und ein Schlüsselelement für eine erfolgreiche Integration und Inklusion in unseren Schulen. Herzlichen Glückwünsch an die erfolgreichen Universitäten. Es freut mich besonders mit Blick auf unsere Schülerinnen und Schüler, dass jetzt acht von zwölf lehrerausbildenen Universitäten im Land zusätzliche Fördermittel erhalten und damit unsere Lehrerausbildung insgesamt profitiert.“ Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sagte: „Die Wahl aller acht Universitäten ist eine Bestätigung für die exzellente Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen. Dass die jetzt hinzugekommen fünf Universitäten überwiegend Anträge zum Erwerb von Inklusionskompetenzen eingereicht haben, zeigt: Auch die NRW-Universitäten nehmen die Herausforderungen an, die sich aus der Schulentwicklung ergeben.“

Read more »

Ministerin Löhrmann: Umsetzung der Inklusion folgt in NRW dem Elternwillen / Bertelsmann-Studie „Inklusion in Deutschland“

Presseinformation – 623/9/2015                             Düsseldorf, 3. September 2015

Ministerin Löhrmann: Umsetzung der Inklusion folgt in NRW dem Elternwillen

Bertelsmann-Studie „Inklusion in Deutschland“

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Zu der von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Studie „Inklusion in Deutschland“ erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Der Anstieg des gemeinsamen Lernens von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung folgt in Nordrhein-Westfalen dem Elternwillen.“ Gleichzeitig betonte die Ministerin, dass sich alle Schulformen an der Umsetzung der UN-Behindertenrechts­konvention beteiligen: „So wie Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, so ist sie auch eine Aufgabe für alle Schulformen.“

Nach den Prognosen des Schulministeriums steigt der Inklusionsanteil in Primar- und Sekundarstufe I zusammen im Schuljahr 2015/16 auf 39,1 Prozent. Gegenüber dem Schuljahr 2014/15 ist das ein Zuwachs von rund fünf Prozentpunkten, gegenüber den Zahlen der Bertelsmann-Studie aus dem Schuljahr 2013/14 ein Zuwachs von rund zehn Prozentpunkten. Allein in der Primarstufe liegt der Inklusionsanteil im Schuljahr 2015/16 bei 44,8 Prozent, in der Sekundarstufe I bei 35,3 Prozent. „Die Zahlen der vergangenen Jahre zeigen, dass es in NRW keinen sprunghaften Anstieg, sondern eine maßvolle Entwicklung gibt. Wir setzen die UN-Behindertenrechtskonvention Schritt für Schritt um und gehen dabei mit Augenmaß vor“, betonte die Ministerin.

Read more »

Ministerin Löhrmann: Potentiale von Kindern und Jugendlichen entdecken und fördern

Presseinformation – 621/9/2015                                                                       Düsseldorf, 2. September 2015

Ministerin Löhrmann: Potentiale von Kindern und Jugendlichen entdecken und fördern

Landestagung „Zukunftsschulen NRW“

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Möglichkeiten der Potentialentdeckung und besondere diagnostische Konzepte standen heute im Mittelpunkt der zweiten landesweiten Fachtagung des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“ in Wuppertal. Rund
700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schule und Schulaufsicht beschäftigten sich damit, wie sich Talente von Kindern und Jugendlichen entdecken und fördern lassen, und nutzten das Tagungsangebot aus Vorträgen und Workshops zu Information und fachlichem Austausch. Schulministerin Sylvia Löhrmann begrüßte die Teilnehmenden und unterstrich die Bedeutung der Potentialdiagnostik für das Konzept der individuellen Förderung: „Der Anknüpfungspunkt für die Förderung jedes Kindes sind seine Talente und Fähigkeiten. Diese Potentiale zu erkennen oder richtig einzuschätzen ist nicht immer einfach. Auf der Landestagung werden zahlreiche Facetten der Diagnostik vorgestellt, damit Lehrkräfte erfahren, wie sie die verborgenen Talente von Kindern und Jugendlichen aufspüren können.“

Read more »