MSW-Presseinfo vom 03.12.2013 – Ministerin Löhrmann: Agentur gibt neue Impulse für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht

Presseinformation – 989/12/2013                                      Düsseldorf, 4. Dezember 2013

Ministerin Löhrmann: Agentur gibt neue Impulse für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht

Neue Qualitätsagentur für Schule in Soest nimmt Arbeit auf

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Unter dem Namen „Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule“ (QUA-LIS NRW) hat die neue Qualitätsagentur in Soest diese Woche ihre Arbeit aufgenommen. Das Institut wird bis Ende 2015 schrittweise weiter aufgebaut. Zur Errichtung betonte Schulministerin Sylvia Löhrmann die besondere Notwendigkeit einer zentralen Unterstützungseinrichtung für den Schulbereich: „Eine Qualitätsagentur ist für ein Land wie Nordrhein-Westfalen mit seinen rund sechstausend Schulen unverzichtbar. Als zentrale Einrichtung für pädagogische Dienstleistungen wird die Qualitätsagentur neue Impulse für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht geben.“

Zum Leiter der Qualitätsagentur hat die Ministerin Eugen-Ludwig Egyptien ernannt, den bisherigen für Bildungsforschung und Qualitätsentwicklung zuständigen Gruppenleiter im Schulministerium.

Die Qualitätsagentur berät und unterstützt das Ministerium für Schule und Weiterbildung. Sie ist die zentrale Einrichtung für pädagogische Dienstleistungen insbesondere zur Unterstützung der Schulen bei der Wahrnehmung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages.

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Pressemitteilung Studie „Bildung, Migration, Milieu“

Sehr geehrte Frau Meisen,

Verlorene Jahre – Schüler mit Migrationshintergrund kommen oft erst auf Umwegen zu höheren Bildungsabschlüssen
Studie der Universität Düsseldorf untersucht im Auftrag der Stiftung Mercator und der Vodafone Stiftung die Erfahrungen von Migranten im deutschen Bildungssystem/Hohe Bildungsziele – aber oft wenig Möglichkeiten der Unterstützung durch die Eltern/Es kommt vor allem auf die einzelnen Lehrkräfte an/Migranten verinnerlichen oft eine Defizitperspektive: Sie sehen ihren Migrationshintergrund weniger als Chance sondern eher als Problem.

Düsseldorf/Berlin, 04.12.2013 – Menschen mit Migrationshintergrund verlieren auf dem Weg durch das deutsche Bildungssystem oft wertvolle Lebensjahre. Über den gesamten Bildungsverlauf von der Grundschule bis zum Studium werden die Potenziale von Kindern mit Migrationshintergrund systematisch unterschätzt. Oft dauert es lange, bis ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten erkannt werden und die richtigen Weichenstellungen erfolgen – wenn überhaupt. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Studie „Bildung, Migration, Milieu“ der Universität Düsseldorf, die von der Stiftung Mercator und der Vodafone Stiftung gefördert wird und heute in Berlin präsentiert wurde.

Die Gründe für den verzögerten Bildungsweg liegen nicht nur in oft mangelhaften Sprachkenntnissen und einer Zurückstufung der Schulklassenzugehörigkeit, wenn die Zuwanderung während der Schullaufbahn erfolgt; sie liegen auch in einer mangelnden Information der Eltern über den vergleichsweise komplizierten Aufbau des deutschen Bildungssystems sowie in weiterhin bestehenden Vorurteilen bei Schulen und Behörden. Als Folge durchlaufen Schüler mit Migrationshintergrund viele Umwege, Schleifen, Sackgassen und Neuorientierungsphasen….

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Filmhinweis: AUF DEM WEG ZUR SCHULE – Ab dem 05.12.2013 im Kino

„AUF DEM WEG ZUR SCHULE“ – Ab 5. Dezember 2013 im Kino!

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LegaKids – Pressemitteilung

Prämiertes Online-Portal startet unentgeltliches Unterstützungsprojekt für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Problemen.

LegaKids, das unter anderem durch den startsocial-Sonderpreis der Bundeskanzlerin, die GIGA-Maus 2012 und andere Preise mehrfach ausgezeichnete soziale Non-Profit-Unternehmen, das Kindern, Eltern, Lehrkräften sowie allen anderen am Themenkomplex Lese-, Rechtschreib- und Rechenunsicherheiten Interessierten unentgeltliche Hilfe und Unterstützung anbietet, startet die zweite Phase seiner beliebten LURS-Akademie. In den 22 neuen, von der Bundesregierung geförderten Filmclips der Akademie geht es dabei vor allem um eines: Die Grundlagen des Schriftspracherwerbs. Mit den kurzen, humorvollen Filmen können und sollen Kinder gezielt sowie beschämungsfrei Lernschritte nachholen, die ihnen bisher nicht möglich gewesen sind… [weiterlesen in der Pressemitteilung]

MWS-Pressemitteilung vom 03. Dezember 2013

PISA 2012

Ministerin Löhrmann: Fortschritte erkennbar – Soziale Benachteiligung in der Bildung weiter abbauen

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Düsseldorf, 03. Dezember 2013. Deutschland hat sich beim internationalen Bildungsvergleichstest PISA deutlich gesteigert und liegt jetzt erstmals in allen Bereichen signifikant über dem OECD-Durchschnitt. Für Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann ist dies aber kein Anlass, sich mit diesen Ergebnissen zurückzulehnen; im Gegenteil: „Es ist gut, dass es Fortschritte gibt. Aber es bleibt dabei: Wir müssen besser werden in der Breite und in der Spitze. Außerdem müssen die Entkopplung des Schulerfolgs von der sozialen Herkunft sowie die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Mathematik und beim Lesen auf der Tagesordnung bleiben.“ Auffallend sei, dass die positiven Entwicklungen Deutschlands in weiten Teilen auf bessere Leistungen der Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Elternhäusern und auf die von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zurückgehen. Löhrmann: „Trotz der Fortschritte gibt es auch weiterhin eine große soziale Ungleichheit, die wir abbauen müssen. Die Schere schließt sich nur langsam.“

Die sogenannte PISA-Risikogruppe hat sich in Deutschland deutlich verringert: Zählten früher bis zu 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland dazu, sind es jetzt zum Beispiel bei der Lesekompetenz knapp 15 Prozent. Ministerin Löhrmann: „Es war richtig, nach PISA 2000 einen besonderen Wert auf Förderung der Leistungsschwächeren zu legen. Hier gibt es erkennbare Fortschritte. Das zeigt, dass sich die Investitionen lohnen.“ Allerdings stagniert die Entwicklung im oberen Leistungsbereich.

„Wir müssen konsequent daran weiter arbeiten, dass dem Prinzip der individuellen Förderung Rechnung getragen werden kann, durch systematische Schul- und Qualitätsentwicklung, z.B. Fortbildungen“, so Ministerin Löhrmann. „Ich freue mich, dass unsere Schülerinnen und Schüler Zug um Zug besser werden, und danke dafür ausdrücklich auch den Lehrerinnen und Lehrern.“

Zum Hintergrund:

Schwerpunkt bei diesem PISA-Durchlauf war Mathematik, weitere Bereiche waren die Naturwissenschaften und Lesen/Textverständnis. Seit nunmehr zehn Jahren können für Deutschland in allen getesteten Bereichen Verbesserungen konstatiert werden. In Mathematik betragen diese ein knappes halbes Schuljahr.

Weitere Informationen zu PISA 2013 finden Sie auf der Internetseite der Kultusministerkonferenz unter www.kmk.org .

Pressemitteilung