Archive for the ‘Allgemein’ Category

Koalitionsvertrag Endfassung – Ganztagsschule, Migration, sexueller Missbrauch

liebe Delegierte und Mitglieder,

in den letzten Wochen haben wir uns im Bundeselternrat u. a. mit folgenden Themen befasst:

1. Kooperationsverbot
2. Ganztagsschule
3. Partizipation und Migration
4. sexueller Missbrauch und unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM)

im Koalitionsvertrag (s. Anlage) finden sich dazu folgende Passagen (Hervorhebungen in fett stammen von mir):

ad 1. Kooperationsverbot

hier hat sich nach den dem Vorstand vorliegenden Informationen die CDU/CSU durchgesetzt, es bleibt im schulischen Bildungsbereich beim Kooperationsverbot.
Herzlichen Dank an dieser Stelle für die schnelle Reaktion und euer Feedback auf unsere Aktivitäten (s. Anlagen).

ad 2. Ganztagsschule

>> Chancengerechtigkeit durch Bildung stärken
Bildung, Wissenschaft und Forschung sind Kernanliegen der Koalition. Sie sind die Grundlage um Teilhabe, Integration und Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen und unseren Wohlstand auch für künftige Generationen zu erhalten. Deshalb wollen wir die Mittel für Bildung im Zusammenwirken von Bund und Ländern nochmals erhöhen. Ausbau und Qualität von Kitas und Ganztagsschulen verbessern den Bildungserfolg der Kinder. Für Forschungsinvestitionen werden wir drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes bereitstellen. Wir wollen, dass die Ergebnisse unserer Forschungsanstrengungen in Deutschland und Europa neuen Wohlstand schaffen. Dafür wollen wir ein technikfreundliches Land bleiben, das Ja sagt zu neuen Ideen und Innovationen und verantwortungsvoll mit Risiken umgeht. <<

ad 3. Partizipation und Migration
>> Jugendverbandsarbeit: Wir unterstützen die Selbstorganisation Jugendlicher in Jugendverbänden. Sie sind unverzichtbar für eine lebendige Demokratie. Wir werden die Infrastruktur der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendverbandsarbeit und die politische und kulturelle Bildung auf Bundesebene stärken und dabei auch die besonderen Bedürfnisse junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Blick nehmen. Der Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) ist das zentrale Instrument, um eine bundeszentrale Infrastruktur der Jugendverbände sicher zu stellen.
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Zur Willkommens- und Anerkennungskultur gehört die interkulturelle Öffnung von Staat und Gesellschaft. Wir setzen uns dafür in allen Lebensbereichen ein, insbesondere im Bereich des ehrenamtlichen Engagements (z. B. Feuerwehr, Rettungsdienste) und der Kultur, im Sport und im Gesundheits- und Pflegebereich.

Wir begreifen Vielfalt als Chance und werden deshalb die Charta der Vielfalt sowie den „Diversity“-Gedanken in der Wirtschaft und gemeinsam mit der Wirtschaft weiter stärken. Wir wenden uns gegen jede Form der Diskriminierung. In den Bundesbehörden wollen wir den mit dem Nationalen Aktionsplan Integration eingeschlagenen Weg fortsetzen und den Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst erhöhen. Wir werden einen Schwerpunkt bei der Gewinnung von jungen Migranten für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst setzen. Ab dem Jahr 2014 werden wir in Bundesministerien und Geschäftsbereichsbehörden auf freiwilliger Grundlage den Anteil von Migrantinnen und Migranten anhand einheitlicher Standards erheben.

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Migrantenorganisationen haben eine wichtige Brückenfunktion. Als Partner der Integrationsförderung werden wir bundesweit tätige sachverständige Organisationen weiter stärken, auch durch Multiplikatorenschulungen und finanzielle Unterstützung beim Aufbau von Strukturen.

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Wir wollen Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund besser erreichen. Hierzu werden wir ein Bundesprogramm „Eltern stärken“ auflegen, durch das Eltern mit Migrationshintergrund direkt in die Arbeit von Kitas und Schulen einbezogen werden sollen.

Der Erwerb der deutschen Sprache ist eine zentrale Voraussetzung für eine gelingende Integration. Wir werden die Angebote zum Erlernen der deutschen Sprache ausbauen. Wir werden das frühe Erlernen der deutschen Sprache gezielt weiter fördern und unterstützen die Maßnahmen zur Auswertung der Sprachstandsdiagnostik und – fördermaßnahmen sowie gemeinsame Standards mit dem Ziel, allen Kindern eine individuelle Förderung zu ermöglichen. <<

ad 4. sexueller Missbrauch (der Fachbeirat beim UBSKM hatte sich für die Fortführung der Arbeit eingesetzt http://beauftragter-missbrauch.de/)
>> Insbesondere im Interesse minderjähriger Opfer sorgen wir dafür, dass Sexualstraftaten deutlich später verjähren, weil viele Opfer oft erst nach Jahren und Jahrzehnten über das Geschehene sprechen und gegen die Täter vorgehen können. Die strafrechtliche Verjährung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche soll zukünftig nicht vor dem 30. Lebensjahr der Missbrauchsopfer einsetzen. Wir stellen ausdrücklich klar, dass ein sexueller Übergriff gegen den faktisch entgegenstehenden Willen eines behinderten oder sonst widerstandsunfähigen Opfers als besonders schwerer Fall des sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen anzusehen ist. Um einen lückenlosen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen zu gewährleisten, wollen wir den Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen des § 174 StGB erweitern.

Die Tätigkeit des Unabhängigen Beauftragten für die Fragen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche wird gesichert. Dabei werden wir die Betroffenen beteiligen und die unabhängige Aufarbeitung der Vergangenheit sicherstellen. Der bestehende Hilfefonds für Betroffene aus dem familiären Bereich wird gemeinsam mit den Kirchen, Ländern, Verbänden und Institutionen im Rahmen ihrer Verantwortung zu einem Fonds für Betroffene aus dem familiären und institutionellen Bereich weiterentwickelt. Dazu wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bis Mitte des Jahres 2014 für das bestehende, erweiterte Hilfesystem einen Umsetzungsvorschlag vorlegen soll. <<

Pressemitteilung

Bundeselternrat: Partizipation von Eltern mit Migrationshintergrund: Gemeinsam in Vielfalt

Pressemitteilung

Oranienburg, 28. November 2013

Partizipation von Eltern mit Migrationshintergrund: Gemeinsam in Vielfalt

Auf seiner Herbstplenartagung vom 22. bis zum 24. November in Potsdam hat sich der Bundeselternrat mit dem Thema „Partizipation von Eltern mit Migrationshintergrund“ befasst. In Fachvorträgen und Workshops wurde deutlich, dass zwei Faktoren wesentlich sind: Strukturen, die allen Eltern die Mitwirkung ermöglichen, und ein offener Blick für die Kultur des Anderen. Dazu der Vorsitzende, Hans-Peter Vogeler: „Es ist unser Ziel, Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund verstärkt für die Mitwirkung in den schulischen Gremien zu gewinnen. Dazu gehört eine Willkommenskultur, die die kulturelle Vielfalt berücksichtigt.“

Die Forderungen der Tagungsteilnehmer entnehmen Sie bitte der Resolution (s. Anlage)

Bei der Tagung wurde Michael Töpler (38) aus Bielefeld (NRW) zum stellvertretenden Vorsitzenden des Bundeselternrats gewählt.

 

Über den Bundeselternrat

Der Bundeselternrat ist die Dachorganisation der Landeselternvertretungen in Deutschland. Über seine Mitglieder vertritt er die Eltern von rd. 8 Millionen Kindern und Jugendlichen an allgemein- und berufsbildenden Schulen.

Presseinformation

Themenabend „Schulsozialarbeit“ im Landtag Nordrhein-Westfalen

Soeben erreichte uns bei der Schulpflegschaft Troisdorf die Einladung zu einem Themenabend zum Thema „Schulsozialarbeit“ im Landtag NRW, ausgegeben von der Piratenfraktion des Landtages. Da dies ein Thema ist, welches viele Interessierte betreffen könnte, möchten wir es Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten.

Die Veröffentlichung dieser Einladung soll keine Sympathieerklärung mit einer bestimmten Partei darstellen. Wir werden jede Einladung und Pressemitteilung, den Schulalltag betreffend, hier gerne veröffentlichen, wenn diese an uns herangetragen wird, umabhängig, von welcher Institution diese an uns weitergeleitet wird. Eine Auswahl der Veröffentlichungen wird immer nur auf Basis der Relevanz für die Schulen in Troisdorf getroffen werden.

Bei Interesse können Sie sich die Einladung gerne als PDF hier herunterladen: Einladung zum Themenabend

Die Veranstaltung findet statt:

am: 13.12.2013
von: 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
im: Landtag Nordrhein-Westfalen Raum: E1 A18

Vielen Dank, Herr Saborowski

Wir danken Herrn Ralf Saborowski für seine unermüdliche Tätigkeit als ehemaliger Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft Troisdorf. Er hat mit viel Aufwand für die Interessen der Troisdorfer Schulen gekämpft und in diesem Amt viel erreicht. Leider musste er sein Amt letzte Woche nach knapp 2 Jahren aufgeben, da seine Kinder (Glückwunsch) die allgemeinbildenden Schulen mit Erfolg absolviert haben und er somit nicht noch einmal kandidieren durfte.
Wir von der Stadtschulpflegschaft Troisdorf wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg.

Start der neuen Internetpräsenz der Stadtschulpflegschaft Troisdorf

Die Troisdorfer Stadtschulpflegschaft wurde im Schuljahr 2005/06 erstmalig aufgestellt. Nachdem sich über viele Jahre die Stadtschulpflegschaft in Troisdorf zu einer immer ernster zu nehmenden Institution entwickelt hat, soll nun die Arbeit, die von dieser Pflegschaft geleistet wird, auch ein wenig öffentlicher dargestellt werden, damit auch Eltern und andere Interessierte einen Einblick bekommen, was die (selbstgestellten) Aufgaben der Stadtschulpflegschaft in Troisdorf sind und was nur mit ihrer Hilfe in Troisdorf für die Schulen und Schüler erreicht werden konnte und in der Zukunft noch erreicht werden soll.

Die Stadtschulpflegschaft trifft sich in der Regel 3 Mal im Jahr, um die brennenden Themen der Troisdorfer Schulen zu besprechen, Lösungswege aufzuzeigen und auch aktiv an der Verwirklichung dieser Wege mitzuarbeiten. Mitglieder dieser Zusammenkunft sind alle Schulpflegschaften der allgemeinbildenden Troisdorfer Schulen bzw. deren Vorsitzende und Stellvertreter/innen. An den Sitzungen Teilnehmen darf jedoch jeder interessierte Bürger Troisdorfs, der in Kind an einer der Mitgliedsschulen hat, jedoch nicht stimmberechtigt ist. Stimmberechtigt ist jede Schule mit jeweils einer Stimme.